Einige Stähle sind aufgrund ihren chemischen Eigenschaften nicht schweißbar. Beim Schweißen solcher Stähle sind bestimmte Prozeduren im Vorfeld durchzuführen. An erster Stelle sollte man das Kohlenstoffäquivalent des Stahls berechnen und sich über die Schweißbarkeit des Stahls Wissen aneignen.

 

Kohlenstoffäquivalent

Im Stahl vorhandene Legierungselemente beei

nflussen verschiedene Eigenschaften des Materials. Elemente wie C, Mn, Mo, Cr, V, Nb und Si erhöhen die Härtungsfähigkeit des Materials. Diese Elemente führen in der WEZ (Wärmeeinflusszone) zu martensitischen Bildungen und erhöhen die Möglichkeit der Rissbildung. Martensitische Bildungen sowie die Erhöhung der Rissmöglichkeit wird mit dem Kohlenstoffäquivalent kontrolliert, wobei erwünscht wird, dass dieser Wert so klein wie möglich ausfällt. Die Schweißbarkeit vom Material mit niedrigem CEV ist höher. Die vom IWW (Internationales Schweißinstitut) anerkannte CEV-Formel ist wie folgt:

  • CEV : C + MN/6 + (CR+MO+V)/5 + (NI+CU)/15 für Baustähle
  • CEV < 0.45 Vorwärmung nicht erforderlich
  • 45 < CEV < 0.6 Vorwärmtemperatur 100-200 °C
  • CEV > 0.6 Vorwärmtemperatur 200-300 °C
  • Hinweis: Diese Formel gilt für Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt unter 0,25 %

 

 Lichtbogenhandschweißen:

  1. Drahtelektrode mit Umhüllung,
  2. Kerndraht,
  3. Schutzgas,
  4. Schmelzbad,
  5. Grundwerkstoff,
  6. Schweißgut,
  7. Schlacke