BEIM SCHWEISSEN VON WERKZEUGSTÄHLEN SIND FOLGENDE PUNKTE ZU BEACHTEN:

Alle Werkzeugstähle sollten vor dem Schweißen vorgeglüht  werden. Dieser Punkt ist sehr wichtig. Schnelles und extremes Erhitzen eines bestimmten Bereichs können zu Rissbildungen führen. Daher muss es langsam und homogen sein. Bei komplexen Werkstücken ist mehr Vorsicht geboten.

Diese Stähle sind aufgrund ihrer chemischen Struktur zum Anschweißen nicht geeignet. Hierbei sollte es nicht außer Acht gelassen werden, dass die allgemeine Anwendung das Füllschweißen mit dem Ziel der Reparatur oder Wartung betrifft.

Die Art des Werkstahls und die Arbeitsvoraussetzungen sollten vorher festgestellt werden und Angaben über mechanische Eigenschaften, wie die mit dem Schweißen erwartete Härte und der Verschleißwiderstand sollten gut bekannt sein. Entsprechend dieser Eigenschaften sind geeignete Schweißzusatzwerkstoffe zu verwenden.

Es ist zu empfehlen, beim Schweißen von Werkzeugstählen Verfahren mit niedriger Wärmezufuhr vorzuziehen. Wenn möglich, sollte vorrangig das Laserschweißen vorgesehen werden. Wenn dieses nicht möglich sein sollte, sollten Reparaturarbeiten mit dem Lichtbogenschweißverfahren, vorrangig durch Tig-Schweißen, durchgeführt werden.

Beim Lichtbogenschweißen sollten nach Möglichkeit Elektroden mit dem niedrigsten Durchmesser verwendet werden. Das MIG-Schweißen kann mit Hightech-Schweißgeräten neuer Generation, mit denen das Ampere steuerbar ist, durchgeführt werden. Autogenschweißen (Acetylen-Sauerstoff-Schweißen) ist nicht empfehlenswert.

 

Zu beachtende Hinweise:

  • Bei Werkzeugstahl: Schweißen mit niedrigster Amperezahl
  • Bei Beendigung der Schweißarbeit Kraterbildungen vermeiden
  • Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, ist es nützlich, dass zum Auftragschweißen von Pufferschichten Schweißzusatzmetall der Qualität 312 verwendet wird, wobei mit Wasser gehärtete Stähle hiervon ausgenommen sind.
  • Beim Auftragschweißen ist eine einmalige Schweißlage ausreichend
  • Bei wassergehärteten (abgeschreckten) Stählen können beim Auftragschweißen niedriglegierte basische Elektroden verwendet werden. E9018, E11018 usw.
  • Die zu schweißenden Flächen sollten sauber sein. Vor dem Schweißen sind von der Schweißfläche Verunreinigungen wie Öle und Schmutz entfernt werden.
  • Vor dem Schweißvorgang sollte mit der Eindringmittelprüfung festgestellt werden, ob an der Schweißfläche Risse vorhanden sind. Bevor Risse nicht gesäubert werden, sollten Schweißarbeiten auf keinen Fall zugelassen werden.
  • Das Vorglühen minimiert die während und nach dem Schweißen eventuell entstehenden Innenspannungen. Das Vorglühen mindert die Abkühlgeschwindigkeit und sorgt für eine Reduzierung der Distorsion und der Rissempfindlichkeit.
  • Bei vorgehärteten Stählen darf die Härtetemperatur nicht überstiegen werden.
  • Wenn die Stärke der vorgehärteten Stähle über 25 mm liegt, sollte eine Vorwärmung bei 150-200 0C durchgeführt werden.